Diary / Diario
| 28. Feb. - 5. March |
| Sucre + Tupiza |
In Sucre, the official capital of Bolivia or the white city, I explored the old colonial churches and buildings and the many local markets where I went shopping for some nice alpaca wool cloths. |
| 26. - 27. Feb. 2010 |
| Potosi |
After a night in Uyuni me and three friends from the tour took a 7.5h bus ride to interesting Potosi, the highest city of the world on over 4000m. Here we took a very demanding mine-tour into one of the over 180 mines, which are several hundred years old but are still worked on by over 5000 local works under the same conditions as when the Spanish left over 100 years ago!! After crawling down to the 3rd level and back up for 2hours our tour guide, an ex-miner, blew up some dynamite, which we before bought on the local street market! :-) ---------- Deutsch ---------------------------- Auch wenn heute fast kein Silber mehr gefunden wird, so graben in den Mienen immernoch über 5000 Mineure, meist Indios, nach Blei, Zink und Zinn! Neben der Anstrengung durch die killometerlangen Gänge zu gehen und kriechen, den Kletterpartien in die tieferliegenden Schächte, dem Staub und der hohen Luftfeuchtigkeit, welche sogar meine Kamera zum versagen brachte... waren vor allem die Arbeitsbedingungen mehr als eindrücklich. Die Stadt selbst gibt schon ein ca. 100-jähriges Bild ab, doch sobald man in den Mienen drin ist, ist man sicherlich 200 Jahre zurückversetzt wie in einem Film: Leitungen, welche Frischluft hineinpumpen sind die einzige "Hilfe" von aussen. Die Werzkeuge der "Mineure" bestehen aus Pickel, Schaufel und Dynamit, welches in der Stadt am Strassenrand inkl. Zünder gekauft werden kann! Elektrizität haben einzig die Stirnlampen, die Karren auf den Schienen werden von Hand beladen, zu zweit gezogen und mit einfachsten Seilwinden wird tonnenweise Gestein in kleinen Körben durch die knapp mannsbreiten Löcher Level für Level nach oben gehieft um dort wieder in Karren geladen zu werden!!! Der bombastische Abschluss meiner wohl anstrengensten Tour bildeten die Explosionen zweier Dynamitladungen, welche von unserem Guide, einem Ex-Mineur mit offensichtlicher Freude präpariert und mit brenndender Lunte noch jongliert wurden...!!! |
| 25. - 26. Feb. 2010 |
| Uyuni - Potosi |
Die 3-tägige Salar de Uyuni Tour endete in der nicht sehr attraktiven Stadt Uyuni, am Rande der riesigen Salzwüste. In den Bussen nach Potosi waren keine Plätze mehr verfügbar und so verbrachte ich die Nacht zusammen mit drei Kollegen von der Tour in Uyuni. Da gerade Markttag war, herrschte in den Strassen reges Treiben um die bunten Marktstände wo es alles mögliche zu erstehen gibt. Zum Nachtessen suchten wir nach einer lokalen Spezialität und verzehrten ein grosse, saftiges Llama-Steak! mmmhh :-) Nach dieser Tour war ich ja schon bestens an die Höhe anklimatisiert und so machten wir uns am nächsten Morgen gemeinsam auf in die höchste Stadt der Welt auf über 4070müM - Potosi. Die ca. 5stündige Busfahrt nach Potosi war schon ein Erlebnis für sich (wie auch die noch folgenden Busfahrten). Nachdem alles Gepäck auf dem Dach verstaut war konnte man einsteigen und die älteren Semester wurden auf Tüchern in den Bus getragen. Zwar war der Bus nicht überfüllt, doch der zum Teil nicht sehr angenemhe Geruch der kokakauenden Einheimischen war für manchen Touri fast unerträglich und da man fast keine Fenster öffnen konnte, wurde immermal wieder Parfum versprüht... Und übrigens: bevor man sich hinsetzt, ist es ratsam den Sitz zu "kontrollieren". Meine Kollegen hatten nach einer Weile einen feuchten Hintern vom nassen Sitz - was es auch immer war... :-/ |
| 23. - 25. Feb. 2010 |
| Salar de Uyuni |
To get to Bolivia, I hoped on a 3day 4x4-jeep tour together with 5 other backpackers, which took us over the high plateau Altiplano and through the Salar de Uyuni. Our Bolivian driver who only spoke Spanish took us along the over 6000m high volcanoes to all the great places such as hot thermal springs where we went swimming, lagoons with different colours and many flamingos, dessert with cool rock formations, muddy dessert where we got stuck... and the huge Salar de Uyuni, the biggest salt flat on earth. Because it is wet season in February in Bolivia, the salt flat was not white but all filled with water which made it appearing like a never ending mirror!! Never before I have seen something like this! ---------- Deutsch ------------------------- Von San Pedro aus buchte ich eine der beliebten 3-Tages Touren durch die Salar de Uyuni nach Bolivien. |
| 19. - 22. Feb. 2010 |
| San Pedro de Atacama |
San Pedro de Atacama ist ein kleines Städtchen auf 2450m.ü.m mitten in der Wüste von Atacama im Nordosten von Chile, nahe der Bolivianischen Grenze. Von La Serena aus brachte mich ein konfortabler Nachtbus (Cama :-) vorbei an einem tollen Sonnenuntergang in 17h hierhin. Bei meiner Ankunft auf dem staubigen Busbahnhof herschte reges Treiben und es stellte sich als nicht sehr einfach heraus eine ordentliche Bleibe für die nächsten paar Nächte zu finden - in Chile sind bis Ende Februar Ferien und somit die Touristenorte gut besucht. Das im voraus online reservierte Hostal befand sich so weit ausserhalb des Zentrums, dass ich in der brütenden Mittagssonne auf den staubigen Strassen (es gibt hier keine asphaltierten Strassen...) mit zwei Rucksäcken mich nicht so lange abquälen wollte. Stattdessen fand ich ein nettes Hostal unweit der "Hauptstrasse", oder besser gesagt unweit der "Haupt-Lehm-Gasse". Das Angebot an Restaurants und Touren für den Touristen ist in diesem ansonsten beschaulichen und gemütlichen Ort kaum überblickbar. Am nächsten Nachmittag unternahm ich eine Sunset-Tour in das nahe gelegene Valle de la Luna (Mondtal). Zuerst stand einer Wanderung durch eine bizarr geformte Salz-Schlucht an. Bei genauerem Hinsehen sieht man, dass es sich bei den "Felsen" um steinhartes Salz, bzw. Salzkristalle handelt! Nach weitern skurilen Felsformen begaben wir uns auf ein Plateau um den Sonnenuntergang zu geniessen, welcher die Wolken und die Felsformationen der Salar de Atacama in den unterschiedlichten Farben erleuchten lies. Am folgenden Tag startete die Tour bereits um 4:00 Uhr früh in der Dunkelheit! Die 1.5stündigen Fahrt nach Norden zum El Tatio Geysier-Feld auf 4320m habe ich verschlafen. Rechtzeitig zum Sonnengaufgang angekommen präsentierte sich im noch schwachen Morgenlicht und klirrender Kälte ein grosses Feld mit über 60 rauchenden, zischenden, speihenden und stinkenden Geysieren. Die grösseren davon spuckten in unregelmässigen Abständen einige Meter hohe Wassersäulen aus. Nach einem Rundgang und unzähligen Fotos genossen wir die in einem Geysier gekochten Eier, Milch und Kaffee zum Frühstück :-) Zur Aufwärmung bestand anschliessend die Möglichkeit in einem warmen Termal-Pool ein Bad zu nehmen, was ich natürlich nicht auslies. Auf der Rückfahrt besuchten wir noch ein kleines, typischen Dorf von Einheimisch mit lauter Häusern aus Lehmziegeln. Wegen einer Buspanne 500m nach dem Dorf, wurde aus dem 30min Halt, eine fast 2stündige Pause! Diese nutzen wir aber sogleich, um die weidenden Lamas aus der Nähe zu fotografieren. Leider fand während den 4 Tagen keine Tour auf einen der 5000 bis 6600m hohen Vulkane in der Umgebung statt, welcher ich mich hätte anschliessen können. (Ist man alleine, so würde man den Preis von mind. 2 Personen bezahlen...) So buchte ich eine der vielen identischen Touren, welche von San Pedro in 3 Tagen durch die Salar de Uyuni nach Uyuni in Bolivien führt. |
| 16. - 18. Feb. 2010 |
| La Serena & Valle Elqui |
Nach Santiago führte mich eine 6stündige Busfahrt entlang der Pazifikküste nach Norden in den Badeort La Serena. Die Unterkünfte waren auch hier durch die Chilenen gut belegt und so dauerte es eine Weile bis ich eine Bleibe für die 2. Nacht fand. Anstatt an den überfüllten Strand, führte mich am nächsten Tag eine Tour in das grüne und interessante Valle Elqui, dem Produktionszentrum für Pisco Sour. Neben einer Besichtigung einer Pisco-Distillerie (mit anschliessender Verkostung :-) standen auch viele kleinere Orte auf dem Programm, wie z.B. den Geburtsort von der Literatur-Nobellpreisträgerin Gabriela Mistral und einem Mittagessen in einem Restaurant wo alle Gerichte in Solaröfen gebruzelt werden. |
| 12. Februar 2010 |
| Valparaiso |
Von Santiago aus fuhren Sylvia und ich mit einem der vielen Busse in die Küstenstadt Valparaiso, welche in 1h30min erreicht ist. Neben dem grossen Hafen, von welchem aus auch Santiago beliefert wird, ist diese Stadt vor allem für ihre farbigen Häuser, steilen Strassen und den meist über 100 Jahre alten, sehr steilen Aufzügen (Ascensor) bekannt. Die Stadt besteht aus über 25 Hügel und fast jeder davon beheimatet einen eigenen Stadtteil. Wir unternahmen einen ausgedehnten Stadtbummel um viele verschiedene Stadtteile zu erkunden und mit möglichst vielen der Ascensors zu fahren. Der erste, Ascensor Espiritu Santo führte uns auf den Cerro Bellavista, wo wir die vielen Wandmalereien des "Museo a Cielo Abierto" betrachteten. In anbetracht der zahlreichen Hügel und der doch sehr steilen Strassen, sind diese sehr kleinen Aufzüge, welche gerade mal für 6 - 12 Personen Platz bieten, ein willkommnes, wenn auch nicht immer sehr vertrauenserweckendes Transportmittel! Nach einigen weiteren Ascensors und Cerros (Hügel) mit ihren Aussichtspunkten fuhren wir natürlich noch mit dem ältesten Lift der aus 1883 datiert! |
| 7. - 11. Feb. 2010 |
| Seengebiet |
Von Punto Arenas gings per Flugzeug Richtung Norden nach Puerto Montt wo wir die nächsten Tage einen Teil des grossen, grünen Seengebiets rund um Puerto Varas mit den vielen,z.T. jungen Vulkanen und Flüssen erkundeten. Neben den Nationalparks an der Grenze zu Argentinien besuchten wir kleine, herzige Dörfer entlang dem Lago Llanquihue und einem der Fiorde. Um den dichte Urwald besser zu sehen machten wir ein Canopy, eine Art Seilpark wo man an einem Seil hängend von Baum zu Baum gleitet. Das Rafting auf dem River Petrohue (4. Grad) war einfach toll mit Aussicht auf vier der umliegenden kegelförmigen, schneebedeckten Vulkane von knapp 3000m Höhe. Und Sylvia hatte ihren Spass daran, als ich aus dem Boot fiel... |
| 26. Jan. - 6. Feb. 2010 |
| Patagonien |
Zusammen mit Sylvia flogen wir ganz in den Süden von Patagonien nach Punta Arenas wo wir für die nächsten zwei Wochen einen kleinen Jeep mieteten. Auf dem Weg zum ersten Nationalpark "Torres del Paine" führte uns ein kleiner Abstecher zu herzigen Pinguinen, welche aus nächster Nähe betrachtet werden konnten. Im Torres del Paine waren wir drei Tage zu Fuss mit dem Rucksack unterwegs. Das Wetter bescherte uns von Sonnenschein bis Regen und Schnee alles und wie es sich für Patagonien gehört, fehlte der manchmal sehr starke Wind nie! Neben den tollen Bergen genossen wir auch die vielfälltige Tierwelt wie z.B. die Guanacos, eine kleine Lama-Art. Nach vielen tollen Felsformationen machten wir uns auf nach Argentinien, doch den winzigen Grenzposten konnten wir kaum finden und fuhren beim ersten Anlauf daran vorbei... Von El Calafate in Argentinien ging es zum riesigen Glaciar Perito Moreno, wo die über 10km und 70m hohe Gletscherzunge in einem See endet und es immerwieder zu spektakulären Gletscherabbrüchen kommt! Weiter nördlich in El Chalten unternahmen wir die nächsten Tage weitere Wanderungen zu den Füssen einiger spektatulärer und äusserst schwierig zu besteigenden Berge wie dem Fitz Roy und Cerro Torre. Der Weg, oder besser gesagt eine der vielen Schotterstrassen, führte uns an die Atlantikküste nach Rio Gallegos und Tags daraum zum Parque Monte Leon wo über 10'000 Pinguine nisten und brüten. |
| 23. Jan. 2010 |
| Ausflug in die Anden |
Für diesen sonnigen und warmen Samstag entschied ich mich zusammen mit vier weiteren Schülern meiner Schule einen Ausflug in die höher gelegen Anden zu unternehmen. Im Stadtzentrum bestiegen wir einen eher älteren Jeep und wie sich später herausstellte, hätten wir uns besser für den Minibus entschieden, in welchem sich die restlichen 10 Personen der Tour befanden. Die Fahrt durch das Maipo-Tal südöstlich von Santiago war wiedermal toll, mit schönen Ausblicken in die Tiefe. Diesmal führte die Fahrt aber viel weiter als vor zwei Wochen als es im selben Tal zum Riverraften ging. Durch den Cajon del Maipo erreichten wir den Staudam 'Embalce del Yesu', jedoch nicht ohne einem ersten Zwischenhalt um den durstigen Jeep mit Wasser nachzufüllen. Immer weiter hoch in das Valle de Yesu führte die immer schlechter und staubiger werdende Schotterstrasse und ebenso wurde es auch im Innern des Jeeps immer staubiger... Auch häuften sich die Boxenstops und ihre Dauer (um die undichten Kühlwasserleitungen zu stopfen)! Eine willkommne Abwechslung war der Halt bei einer kleinen Farm weit oben in diesem kargen Tal, wo die Familie in einer kleinen, zusammengeschusterten Blechhütte von der Ziegenzucht und dessen Fleisch und Käse lebt. Nach einer Degustation vom leckeren Ziegenkäse war auch der Jeep wieder flott und es konnte weiter gehen. Nach einer Flussdurchquerung erreichten wir schliesslich die die natürliche Thermalquelle Termas del plomo (Deutsch: Bleiquellen) auf 3'300m.ü.M. wo wir nach dem Abstieg noch ein Bad nahmen. Von dort aus ging es zu Fuss weiter einem Bach entlang taleinwärts. Geradeaus zu gehen ging ja noch auf dieser Höhe. Doch später ging es steil hoch zum Seelein "Laguna de los patos" auf 3'500m, was uns alle ins schnaufen und schwitzen brachte! Einige badeten im frischen Seelein während ein Kollege und ich weiter hoch auf den kleinen Gipfel neben an stiegen. Die Aussicht auf die umliegenden, schneebedeckten 6000-er war einfach super und die Mühe wert :-) |
| 4. - 22. Jan. 2010 |
| Sprachschule in Santiago |
Einen Tag nach meiner Ankunft in Santiago startete gleich die Schule und ich verbrachte die ersten drei Wochen von diesem Jahr mit spanisch lernen. Die Sprachschule ECELA befindet sich im Stadteil Providencia unweit vom eigentlichen Stadtzentrum. Während diesen drei Wochen wohnte ich bei einer Chilenischen Familie in einem kleinen Haus. Die 6 Schlafzimmer sind rund um einen Innenhof angeoardnet und in meinem Zimmer hatte es sogar einen Fernsehen, welchen ich jedoch fast nie benutzte. Zu Fuss war die Schule von in ca. 15min gut erreichbar. Wenn ich mal zu spät war, war ein Taxi die beste Lösung: dieser fuhr die Strecke für weniger als Fr. 1.50!
Die Wochenende wurden natürlich mit Ausflügen in die Umgebung gestaltet. So ging es einen Tag an die Küste nach Isla Negra wo das, zumindest in Chile bekannte, Haus von Pablo Neruda, einem chilenischen Literatur-Nobelpreisträger, steht. Riverrafting auf dem Rio Maipo in den Anden wurde ebenfalls angeboten und war eine riesen Gaudi mit der halben Schule. Neben dem Anden-Ausflug (siehe oben) kamen eine Stadttour, Konzerte, BBQs und natürlich durfte ein Besuch einer der zahlreichen Weingüter nicht fehlen ;-) |